
"Aus Sicht der NADA darf und kann es so nicht weitergehen. Es geht um die sauberen Athletinnen und Athleten, die Antworten und Entscheidungen sowie das Recht auf Chancengleichheit und faire Wettbewerbe haben wollen", sagte Dr. Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) während ihrer Willkommensrede am Vormittag des diesjährigen Journalisten-Workshops zum Stand des Reformprozesses der internationalen Anti-Doping-Arbeit.
An der Diskussionsrunde zum Thema „Doping, Russland und was ist mit den nächsten Olympischen Spielen“ nahmen am Nachmittag neben der NADA-Vorstandsvorsitzenden zudem Hajo Seppelt (Journalist), Joseph de Pencier (Institute of National Anti-Doping Organisations), Rune Andersen (Anti-Doping Norway) und Michael Ask (Anti Doping Danmark) teil. Im Zentrum der Diskussion stand der bisherige Erneuerungsprozess nach den Enthüllungen des systematischen Dopings im russischen Sport durch die Whistleblower Juliya und Vitali Stepanov.
Am Vormittag hatte die NADA für die anwesenden Journalisten drei Stationen vorbereitet. Gemeinsam mit dem Leiter des Projektes SafeYou, Professor Dr. Ralf Brand, Sportpsychologe der Universität Potsdam, informierte die NADA die Teilnehmerinnen und Teilnehmern über das Thema „Doping im Fitness- und Breitensport“. Mit der für die NADA tätigen Kontrolleurin Dr. Annette Claus der Firma PWC, stellte die NADA an verschiedenen Beispielen die Kontrollplanung und Kontrolldurchführung vor.
NADA-Vorstandsmitglied Dr. Lars Mortsiefer erläuterte den Verfahrensablauf bei Meldepflicht- und Kontrollversäumnissen: „Das Regelwerk ist komplex. Nicht jeder nicht erfolgreiche Kontrollversuch ist unmittelbar ein sogenannter „Strike“. Außerdem sieht der Nationale Anti-Doping Code (NADC) erst dann rechtliche Konsequenzen vor, wenn eine Athletin oder ein Athlet drei Strikes in 12 Monaten gesammelt hat. Wir nutzen daher die Chance beim Journalisten-Workshop, mit den teilnehmenden Medienvertretern den NADC und seine Ausführungsbestimmungen zu vertiefen und Fragen zu beantworten.“
Die Diskussionsrunde bildete auch in diesem Jahr den Abschluss des Journalisten-Workshops in Bonn. Die Diskussion wurde live auf dem Facebook-Kanal der NADA übertragen und kann dort in einem https://www.facebook.com/NADA.Deutschland/videos/1449107345166889/ Video eingesehen werden.