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Nachanalyse von Plasmaproben: NADA und IDAS schließen Pilotprojekt ab

20.12.2024

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat gemeinsam mit dem Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie (IDAS) in Kreischa bei Dresden ein Projekt zur Nachanalyse von Plasmaproben umgesetzt.

Im Rahmen dieses Projekts wurden erstmals im von der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) akkreditierten Labor in Kreischa die seit Anfang 2024 gelagerten Plasmaproben nachträglich analysiert. Ziel war es, Athletinnen und Athleten mit auffälligen Erythropoetin (EPO)-Profilen zu identifizieren und Hinweise für die aktuelle Kontrollplanung sowie mögliche Zielkontrollen zu gewinnen. Alle untersuchten Proben waren bei der nachträglichen Analyse negativ.

Seit Anfang 2024 werden Blutproben im Rahmen des hämatologischen Moduls des Athlete Biological Passports (ABP) nach der Analyse zusätzlich zentrifugiert. Das gewonnene Plasma wird eingelagert – mit dem Ziel, es für zukünftige Zusatzanalysen und neue Analysemethoden verfügbar zu machen.

Für die Nachanalyse kamen zwei verschiedene Testverfahren zum Einsatz: das MAIIA 3F6 Kit und das MAIIA 7D3 Kit. Beide Kits erfüllen die Kriterien der WADA. Der direkte Vergleich dieser beiden Verfahren sollte Aufschluss darüber geben, wie empfindlich und zuverlässig sie in der praktischen Anwendung sind. Es gab keinen Unterschied bei hämolysierenden Proben in Bezug auf Position und Bandenintensität. 

Das Projekt hatte zum Ziel, eine Grundlage für künftige Nachanalysen von ABP-Plasmaproben zu schaffen und die Aussagekraft unterschiedlicher Nachweismethoden besser zu bewerten. Langfristig sollen dadurch die Zielkontrollmechanismen durch neue analytische Erkenntnisse weiter gestärkt werden.