Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat Vertreterinnen und Vertreter staatlicher Ermittlungsstellen zu einem gemeinsamen Austausch nach Bonn eingeladen. An der hybriden Veranstaltung beteiligten sich Mitarbeitende von Polizeidienststellen, Landeskriminalämtern (LKA), Staatsanwaltschaften sowie des Bundeskriminalamts (BKA) und des Zollkriminalamts (ZKA).
Im Mittelpunkt des Programms standen aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in der Anti-Doping-Arbeit. Mitarbeitende der NADA informierten in Fachvorträgen aus den Ressorts Recht, Doping-Kontroll-System und Medizin über aktuelle Themen und Projekte. Darüber hinaus wurde die Fortbildungs- und Forschungsinitiative im Dopingstrafrecht (FIDoS) vorgestellt.
Günter Younger, Direktor für Intelligence and Investigations der Welt Anti-Doping Agentur (WADA), stellte in einem Vortrag die Arbeit in diesem Bereich vor und gab spannende Einblicke in die internationale Zusammenarbeit.
Zudem präsentierten die Staatsanwaltschaften aus Düsseldorf, Freiburg und Zweibrücken sowie das ZKA und das BKA Einblicke in ihre Ermittlungsarbeiten im Bereich Anti-Doping. Ergänzt wurde das Programm durch Beiträge der Anti-Doping-Labore. Das Institut für Dopinganalytik und Sportbiochemie Dresden (IDAS) sowie das Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln berichteten über aktuelle Entwicklungen und Neuerungen in den Analyseverfahren. Beiträge der österreichischen Anti-Doping-Organisation (NADA Austria) und von Swiss Sport Integrity rundeten das Programm ab und beleuchteten die internationale Zusammenarbeit in der DACH-Region.
Die enge Zusammenarbeit mit staatlichen Ermittlungsstellen ist ein wichtiger Baustein einer wirksamen Anti-Doping-Arbeit. Mit ihren regelmäßigen Austauschformaten schafft die NADA eine Plattform für fachlichen Dialog, Wissenstransfer und die weitere Vernetzung der beteiligten Institutionen.