
Auf Einladung der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) war der Beirat für Bildung und Prävention des Europarates für ein zweitägiges Treffen zu Gast in Bonn. Ziel dieses Austausches war es, die europäische Zusammenarbeit im Bereich der Dopingprävention zu stärken und neue Ansätze zu diskutieren.
Ein Themenschwerpunkt des Meetings war das Forschungsprojekt „Whistleblowing über Doping im Sport“, eine Zusammenarbeit zwischen der Arctic University of Norway, der Technischen Universität Darmstadt, der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und der Universität Darmstadt mit der NADA als Kooperationspartnerin. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp). Prof. Felix Kühnle, Projektleiter, beleuchtete die soziologischen Dimensionen des Whistleblowings. In Kleingruppen wurden anschließend Strategien erarbeitet, wie diese Erkenntnisse praktisch in die Präventionsarbeit integriert werden können.
Ein weiterer wichtiger Punkt der Agenda war die Überarbeitung des International Standard of Education.
Die Advisory Group on Education des Europarates nimmt für die Dopingpräventionsarbeit im Rahmen der Monitoring Group zur Anti-Doping-Konvention eine zentrale Stellung ein. „Der Wissensaustausch mit den Mitgliedern der Advisory Group ist für die Dopingprävention bereichernd und stärkt die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene. Wir freuen uns daher sehr, das Meeting dieses wichtigen Dopingpräventionsgremiums bei der NADA in Bonn zu begrüßen“, betonte Dr. Lars Mortsiefer, Vorstandsvorsitzender der NADA.
An dem Treffen nahmen rund 50 Personen teil, darunter Vertreterinnen und Vertreter aus den Mitgliedstaaten des Europarates, Observer der Anti-Doping-Konvention, internationale Sportorganisationen sowie der Welt Anti-Doping Agentur (WADA).
Die Monitoring Group des Europarates ist dafür verantwortlich, die Umsetzung der Anti-Doping-Konvention in Europa zu überwachen. Sie setzt sich aus internationalen Anti-Doping-Expertinnen und -Experten der Stakeholder zusammen. Um die unterschiedlichen Themenbereiche adäquat zu diskutieren und zu begutachten, gibt es vier sogenannte Specialised Groups: die Advisory Group on Compliance (Beirat für Compliance), die Advisory Group on Education (Beirat für Bildung/Prävention), die Advisory Group on Legal Issues (Beirat für rechtliche Angelegenheiten) und die Advisory Group on Science (Beirat für Wissenschaft).