
Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) hat Journalistinnen und Journalisten auch in diesem Jahr zu ihrem jährlichen Workshop für Medienschaffende nach Bonn eingeladen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema „Kontaminationen als Dopingfalle“.
Der Flossenschwimmer und zweifache World-Games-Sieger Marek Leipold gab den Teilnehmenden einen persönlichen Einblick in die Athletensicht. Er berichtete von seinen eigenen Erfahrungen mit dem Thema und stellte Vorsichtsmaßnahmen vor, die Athletinnen und Athleten vor Kontaminationen schützen können.
„Kontaminationen stellen für Athletinnen und Athleten eine reale Gefahr dar. Unser Ziel ist es, durch Aufklärung und praxisnahe Formate wie diesen Workshop sowohl die Medien als auch die Sportlerinnen und Sportler für dieses Thema zu sensibilisieren. Der Workshop für die Journalistinnen und Journalisten ist für den beiderseitigen Austausch wichtig und gibt uns die Möglichkeit komplexe Themen fachgerecht für die Medienberichterstattung aufzubereiten“, resümiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Lars Mortsiefer.
Für die wissenschaftliche Einordnung sorgte Prof. Dr. Andreas Thomas vom Institut für Biochemie der Deutschen Sporthochschule Köln. Er erläuterte aktuelle Entwicklungen in der Forschung und stellte Einblicke in die Arbeit des Kölner Anti-Doping Labors vor. Die NADA ergänzte diese Perspektive durch juristische Einschätzungen zum Umgang mit positiven Fällen aufgrund von Kontaminationen.
Abgerundet wurde das Programm durch anschauliche Informationen zur WADA-Verbotsliste 2026, Strategien der Dopingkontrollplanung sowie dem präventiven Einsatz von VR-Brille. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, die VR-Brillen selbst auszuprobieren und so einen immersiven Einblick in den Ablauf einer Dopingkontrolle zu gewinnen.