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NADA-Statement zur Berichterstattung über den Weltverband IWF

05.01.2020

Dr. Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA), zur Berichterstattung über den Internationalen Gewichtheberverband (International Weightlifting Federation, IWF):

"Für uns sind Berichte erschütternd, wenn Sportlerinnen und Sportler bereits in jungen Jahren mit Dopingsubstanzen in Kontakt kommen und keiner sie dabei unterstützt, ihren Sport sauber und fair auszuüben. Es geht um ihre Gesundheit, die leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird.

Wir wissen allerdings von deutschen Sportlerinnen und Sportlern, dass im Gewichtheben international sehr unterschiedlich kontrolliert und die Anti-Doping-Arbeit zu oft auf nicht zufriedenstellendem Niveau durchgeführt wird. Daher hatte die NADA sich im Rahmen der Umstrukturierungsmaßnahmen der IWF im Jahr 2018 für die sauberen Gewichtheberinnen und Gewichtheber engagiert. Es hat nun den Anschein, dass die IWF sowie viele nationale Verbände ihrer Verantwortung gegenüber den Athletinnen und Athleten nicht gerecht geworden sind. Dies ist umso bedauerlicher, da nun ein Ausschluss aus dem Olympiaprogramm wahrscheinlich ist.

Es ist jetzt Aufgabe der WADA, die im Bericht erwähnten Vorgänge in Bezug auf die Anti-Doping-Arbeit aufzuarbeiten. Strafrechtlich relevante Sachverhalte müssen von den zuständigen Stafverfolgungsbehörden u.a. in der Schweiz verfolgt werden."