
Mit einem wissenschaftlichen Symposium und einem interaktiven Abschlussworkshop am 20. Mai in Leipzig endete das No2Doping-Projekt, an dem auch die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) mitwirkte. Ziel des Projekts ist die Entwicklung, Implementierung und Evaluation einer evidenzbasierten psychosozialen Intervention, die darauf abzielt, Dopingabsichten von Nachwuchssportlerinnen und -sportlern zu minimieren.
Das von der Professur für Sportpsychologie der Universität Leipzig zusammen mit dem Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) und der NADA ausgerichtete Symposium fokussierte am Vormittag mit drei Vorträgen die wissenschaftliche Perspektive, während am Nachmittag ausgewählte Übungen aus dem No2Doping-Projekt in einem Workshop durchgeführt wurden. In einem abschließenden Round-Table diskutierten Prof. Dr. Anne-Marie Elbe (Universität Leipzig, Sportpsychologie), Dr. Marc Wonneberger (BISp), Christian Dahms (LSB Sachsen) und Irene Winkemann (NADA) zu den Themen der Wertevermittlung in der Dopingprävention, die aktuellen Trends der Dopingpräventionsarbeit sowie die Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinen und Schulen. Rund 40 Teilnehmende konnten in Präsenz vor Ort begrüßt werden.
No2Doping
Das Projekt, das in der Zeit von Januar 2019 bis Juni 2022 läuft, hat zum Ziel, ein wertebasiertes Programm, u.a. bestehend aus Übungen und Lehrmaterialien, zu entwickeln, zu implementieren und zu evaluieren, um Dopingabsichten von Nachwuchssportlerinnen und -sportlern zu minimieren. Das entwickelte Programm setzt dabei den Schwerpunkt auf moralische Variablen, die mit Doping in Verbindung stehen. Die NADA hat das Projekt über die gesamte Projektlaufzeit inhaltlich unterstützt und der Universität Leipzig im Rahmen des Projekts Zugang zu ausgewählten Präventionsmaßnahmen ermöglicht. Die wissenschaftlichen Projektergebnisse und -inhalte werden in die Praxis der Dopingprävention der NADA einfließen.