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NADA positioniert sich eindeutig gegen die sogenannten „Enhanced Games“

23.05.2025

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) spricht sich eindeutig gegen die Durchführung und mediale Inszenierung der sogenannten „Enhanced Games“ aus. Das geplante Veranstaltungsformat, bei dem der Einsatz leistungssteigernder Substanzen und Methoden bewusst erlaubt und sogar beworben wird, steht im großen Widerspruch zu allen Grundwerten des Sports wie Fairness, Gesundheit und Integrität.

„Die NADA hält die Idee der Enhanced Games für irreführend und grundlegend falsch. Das Versprechen eines sicheren und fairen Sports seitens der Veranstalter mittels experimentellen Dopings an Athletinnen und Athleten ist ein sehr gefährlicher Trugschluss. Ein Wettbewerb, der gezielt auf den Einsatz von Dopingmitteln setzt, ist ethisch und moralisch absolut verwerflich“, erklärt der NADA-Vorstandsvorsitzende Dr. Lars Mortsiefer.

Die NADA weist ausdrücklich auf die erheblichen medizinischen und psychischen Gefahren hin, die mit dem Einsatz leistungssteigernder Substanzen einhergehen. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse sind eindeutig: Dopingsubstanzen haben erhebliche Nebenwirkungen und gefährden die Gesundheit der Sportlerinnen und Sportler. Die Deutsch-Deutsch-Geschichte zeigt uns noch heute die Folgen einer solchen Praxis – für die Athletinnen und Athleten persönlich, aber auch für den Staat mit Blick auf Entschädigungszahlungen und Kosten für die gesundheitliche Versorgung der massiv geschädigten Sportlerinnen und Sportler.  

„Derartige Formate setzen falsche Anreize, verharmlosen die gesundheitlichen Risiken und stellen eine ernstzunehmende Herausforderung für den sauberen Sport dar. Auch die Wirkung insbesondere auf junge Athletinnen und Athleten betrachten wir mit Sorge – denn durch die Enhanced Games werden nicht nur falsche Ideale vermittelt, sondern es können auch Vorbilder entstehen, die Entscheidungen junger Sportlerinnen und Sportler negativ beeinflussen“, meint Mortsiefer.

Die NADA wird auch weiterhin entschieden gegen jede Form der Dopingverharmlosung eintreten und sich gemeinsam mit Athletinnen und Athleten, Verbänden sowie Partnerorganisationen weltweit für einen sauberen, fairen und gesunden Sport stark machen.

Die Werte, für die der Sport steht, dürfen nicht zur Beliebigkeit werden – sie müssen geschützt werden.