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Jahres-Pressekonferenz der NADA 2024

04.06.2024

Die Nationale Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) blickte bei ihrer Jahres-Pressekonferenz am Dienstag im Tagungszentrum der Bundespressekonferenz in Berlin auf ihre Arbeit im Jahr 2023 zurück und gab einen Überblick über aktuelle Anti-Doping-Themen.

„Das vergangene Jahr war nicht nur aufgrund der inhaltlichen Arbeit äußerst spannend für die NADA. Im Juli schied Dr. Andrea Gotzmann als langjährige Vorstandsvorsitzende aus. Der Aufsichtsrat berief Frau Dr. Eva Bunthoff und mich zum neuen Vorstandsduo. Bunthoff hat zudem im Februar 2024 die Leitung des Ressort Doping-Kontroll-System übernommen. Wir stehen für Kontinuität und werden gemeinsam unsere langjährige Erfahrung für den sauberen Sport einbringen“, sagte Dr. Lars Mortsiefer, Vorstandsvorsitzender der NADA.

„Unsere Aufgabe ist mitzuhelfen, dass alle Athletinnen und Athleten die Chance auf einen fairen Wettkampf haben. Die Weiterentwicklung der Dopingprävention und des Doping-Kontroll-Systems steht deshalb weiterhin im Fokus der NADA. Zudem ist die aktuelle Überarbeitung des Welt Anti-Doping Codes 2027 ein wichtiger Baustein auf dem Weg für weltweite Chancengleichheit“, erläuterte Mortsiefer: „Allerdings sehen wir auch, dass das Regelwerk derzeit weltweit unterschiedlich interpretiert wird und es insbesondere mit Blick auf den Umgang der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) mit den Vorfällen im chinesischen Schwimmsport zu vielen Fragen kommt. Wir setzen uns für eine vollständige, transparente und unabhängige Überprüfung ein und erhoffen uns, zeitnah fundierte Antworten zu erhalten. Nur so kann aus unserer Sicht das Vertrauen in die Integrität des internationalen Anti-Doping-System aufrechterhalten werden.“

„Im Jahr 2023 baute die NADA die wichtigen Präventionsaktivitäten im Rahmen ihres Präventionsprogrammes GEMEINSAM GEGEN DOPING weiter aus. Ziel ist es, Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler als primäre Zielgruppe frühzeitig zu erreichen und sie durch das vielfältige Aufklärungsangebot auf Augenhöhe gemeinsam für den Sport von morgen und möglichst vor der ersten Dopingkontrolle zu informieren“, erklärte Bunthoff, Vorstandsmitglied der NADA: „Die Fortentwicklung des Kontrollsystems ist eine der wichtigsten Aufgaben der NADA zum Schutz der sauberen Athletinnen und Athleten. Die NADA unterstützt Forschungsprojekte und Neuerungen in diesem Bereich. So wurde 2023 erstmalig die sogenannte digitale Matrix von Proben ausgewertet, um Doping zu detektieren. Gleichzeitig hat die NADA den Einsatz der neuen Dried Blood Spot-Matrix zur Erleichterung des Kontrollprozesses forciert.“

„Erkenntnisse aus der Intelligence & Investigations-Arbeit sowie die Zusammenarbeit mit staatlichen Ermittlungsbehörden tragen ebenfalls maßgeblich zum sauberen Sport bei. Die NADA hat in diesem Rahmen nationale und internationale Kooperationen ausgebaut. Die Fortbildungs- und Forschungsinitiative Dopingstrafrecht wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Zudem war die NADA Teil eines EU-geförderten Projektes der WADA zur Stärkung der Intelligence & Investigations-Arbeit in Europa“, berichtete Mortsiefer.

„Fundierte Anti-Doping-Arbeit ist aber nur möglich, wenn der NADA stets ausreichende finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Die NADA freut sich daher sehr, dass dank der Unterstützung der Bundesregierung für das Jahr 2024 mit vielen nationalen und internationalen Sportgroßereignissen in Deutschland sogar eine leichte Aufstockung der Finanzmittel erfolgt ist. Damit kann die NADA wichtige Anti-Doping-Maßnahmen in Deutschland umsetzen und gleichzeitig ihr international hohes Ansehen unterstreichen. Die NADA hofft, auch in den kommenden Jahren auf die Unterstützung des Parlaments, um die hohe Qualität der Anti-Doping-Arbeit fortsetzen zu können“, sagte Mortsiefer.