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Jahres-Pressekonferenz der NADA 2022

30.05.2022

Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) blickte bei ihrer Jahres-Pressekonferenz am Dienstag auf ihre Arbeit im Jahr 2021 zurück und gab einen Überblick über aktuelle Anti-Doping-Themen. Die Jahres-Pressekonferenz fand erneut digital statt.

„Trotz der anhaltenden COVID-19-Pandemie lief die Anti-Doping-Arbeit auf hohem Niveau weiter“, sagte Dr. Andrea Gotzmann, Vorstandsvorsitzende der NADA: „Die bereits vor dem Jahr 2021 getätigten Investitionen in die Digitalisierung sowie der stetige Fokus auf Weiterentwicklung diente als Basis für die Durchführung aller Anti-Doping-Maßnahmen in diesen herausfordernden Zeiten.“

„Die Anzahl an Kontrollen der NADA im vergangenen Jahr ist auf einem ähnlich hohen Niveau wie vor der Pandemie“, erläuterte Gotzmann: „In einem doppelten olympischen und paralympischen Vorbereitungszyklus für Tokio und Peking war es für uns von besonderer Bedeutung, die Athletinnen und Athleten durch eine kontinuierliche Anti-Doping-Arbeit bei der Ausübung des fairen und sicheren Sports zu unterstützen.“

„Die NADA hat die Pandemiephase zur Etablierung neuer Verfahren und Technologien genutzt. Seit September 2021 wird die Dried Blood Spot-Technik routinemäßig bei Dopingkontrollen eingesetzt. In einem aktuellen Forschungsprojekt erprobt die NADA die Möglichkeiten und den Einsatz einer Remote Testing-Lösung mittels der Dried Blood Spot-Methode. Hierzu setzen wir erstmalig eine eigens konzipierte App ein. Zudem wird die Erweiterung des analytischen Spektrums mit Blick auf mögliche Manipulationsnachweise erforscht“, führte Gotzmann fort: „Im Bereich der Prävention hat die NADA ihr digitales Angebot weiter ausgebaut. Etabliert wurde im Jahr 2021 ein vollständig neues e-Learning-System, das Lernen unkompliziert und zu jeder Zeit auf mobilen Endgeräten ermöglicht.“

„Die Umsetzung des seit dem 1. Januar 2021 gültigen Nationalen Anti-Doping Code (NADC21) stand 2021 im Fokus. Die NADA startete eine umfangreiche Informationskampagne“, sagte Dr. Lars Mortsiefer, Vorstandsmitglied und Chefjustitiar der NADA: „Im Ergebnismanagement hat die NADA nun selbst die Möglichkeit, nach Abschluss der Ermittlungen, eine Sanktion festzulegen.“

"Wir haben die intensive Intelligence & Investigations-Arbeit dank innovativer Remote-Lösungen fortführen können. Auch der Austausch mit den staatlichen Ermittlungsbehörden konnte aufrechterhalten werden. Für die Zukunft plant die NADA die Institutionalisierung der Fortbildung zu relevanten Anti-Doping-Themen und dem Dopingstrafrecht“, erläuterte Mortsiefer.

„Der Krieg in der Ukraine stellt auch die internationale Anti-Doping-Arbeit vor neue Herausforderungen. Die NADA übernimmt in Zusammenarbeit mit der WADA und der ukrainischen Anti-Doping-Organisation die Kontrolltätigkeit bei den geflüchteten ukrainischen Sportlerinnen und Sportlern, die sich in Deutschland aufhalten und hier trainieren“, sagte Gotzmann: „Auch im Bereich der Präventionsarbeit sind Angebote für diese Zielgruppe in Vorbereitung.“

„Die institutionelle Förderung durch den Bund und die Zusammenarbeit mit verschiedenen Projektpartnern ermöglichen der Stiftung die Umsetzung einer Vielzahl an fortschrittlichen Projekten. Diese sind zukunftsweisend für den sauberen Sport“, erläuterte Gotzmann.