
Im Rahmen der 33. Sitzung des Aufsichtsrates der Nationalen Anti Doping Agentur Deutschland (NADA) am 25. April 2023 in Berlin hat Dr. Andrea Gotzmann darum gebeten, sie aufgrund der Beendigung ihrer beruflichen Laufbahn offiziell vom Amt der Vorstandsvorsitzenden der NADA zum 31. Juli 2023 abzuberufen.
„Mein persönlicher Entschluss steht seit längerem fest und ist frühzeitig mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Nach 40 Jahren Tätigkeit in der Anti-Doping-Arbeit möchte ich mich jetzt anderen Aufgaben widmen“, sagte Gotzmann. Das Aufsichtsgremium ist diesem Wunsch nachgekommen und hat beschlossen, die Nachbesetzung des Vorstandsvorsitzes durch eine öffentliche Ausschreibung durchzuführen.
„Dr. Andrea Gotzmann hat die Arbeit der NADA seit Beginn ihrer Tätigkeit entscheidend geprägt und die Entwicklung der Stiftung maßgeblich vorangetrieben. Wir bedauern sehr, dass sie aus dem Führungsteam der NADA ausscheidet. Im Namen des gesamten Aufsichtsrates bedanke ich mich für ihren fortwährenden Einsatz in der Anti-Doping-Arbeit und wünsche ihr alles Gute für die bald kommende Zeit ohne berufliche Verpflichtungen“, sagte Prof. Hans Georg Näder, Aufsichtsratsvorsitzender der NADA.
Dr. Andrea Gotzmann ist seit 1983 in der Anti-Doping-Arbeit tätig. Sie absolvierte ihre Ausbildung in diesem Bereich und war anschließend zunächst am Institut für Biochemie an der Deutschen Sporthochschule in Köln und später für zwölf Jahre bei der NADA als Vorstandsvorsitzende tätig.
„Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen mit denen ich in dieser langen Zeit zusammenarbeiten durfte, die mich inspiriert haben und die mir fair, vorurteilsfrei und offen entgegengetreten sind“, sagte Dr. Andrea Gotzmann.
„Ich habe als Athletin erlebt, wie wichtig Ehrlichkeit im Sport ist und sehe mit gewisser Sorge die enormen Herausforderungen in den Integritätsfragen des Sports. Die NADA hat sich während meiner Tätigkeit weiterentwickelt und sehr viel erreicht. Jedoch darf es hier keinen Stillstand in der Unterstützung durch die Stakeholder geben. Die längst geglaubte Sicherheit in Fragen der NADA-Finanzierung wird wieder aktuell und ohne permanente Nachsteuerung würde die Stiftung ihr inzwischen hohes internationales Ansehen innerhalb kurzer Zeit verspielen. Dies muss allen Verantwortlichen bewusst sein. Für die sauberen Athletinnen und Athleten ist eine umfassende, auskömmliche Anti-Doping-Arbeit in Deutschland von großer Wichtigkeit“, teilte Gotzmann mit.