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Digitales NADA-Update für staatliche Ermittlungsstellen

Digitales NADA-Update für staatliche Ermittlungsstellen

Datum: 25.11.2021

Das jährliche Update der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) für die staatlichen Ermittlungsbehörden und die von der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) akkreditierten Labore fand in diesem Jahr aufgrund der COVID-19-Pandemie als hybride Veranstaltung statt. Vor Ort begrüßen durfte die NADA eine kleine Anzahl an Vertreterinnen und Vertretern der Staatsanwaltschaft München I und Freiburg sowie des Amtsgerichts Bühl und des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg. Alle anderen Teilnehmenden wohnten digital bei.

Im ersten Teil der Veranstaltung gab die NADA ein kompaktes Update zu aktuellen Themen aus den Bereichen Recht, Doping-Kontroll-System, Medizin und Intelligence&Investigation. Der neue Ablauf von sportrechtlichen Ergebnismanagement-/Disziplinarverfahren, das pre-Olympische Kontrollprogramm und die neue Dried Blood Spot-Methode standen ebenso im Fokus der NADA-Ausführungen wie der medizinische Überblick über die Änderungen der Verbotsliste 2022 und Fallbeispiele aus der sportspezifischen Ermittlungsarbeit.

Aktuelle Themen aus den WADA-akkreditierten Laboren sowie Beiträge aus dem Zollfahndungsdienst und der Schwerpunktstaatsanwaltschaften aus Freiburg, München und Zweibrücken bildeten den zweiten Teil des dreistündigen Programms.

Abschließend präsentierte die NADA einen Konzeptansatz für die Etablierung einer Fortbildungs- und Forschungsinitiative im Dopingstrafrecht. Ziel ist es, durch Vernetzung und Wissensaustausch von Fachexpertinnen und -experten, zu einer qualitativen Weiterentwicklung der Anti-Doping-Arbeit im strafrechtlichen Kontext beizutragen.

Das Format gab den knapp 40 Ermittlerinnen und Ermittlern u.a. des Zolls, des Bundeskriminalamtes, der Landeskriminalämter und einzelner Polizeidienststellen sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten Gelegenheit, sich zu informieren sowie offene Fragen mit den Referentinnen und Referenten zu klären. Zu den Teilnehmenden zählten auch Vertreterinnen und Vertreter von AntiDoping Schweiz und der NADA Austria.

Das hybride Meeting diente in diesem Jahr als Ersatz des aufgrund der anhaltenden COVID-19-Pandemie ausgefallenen Workshops für staatliche Ermittlungsstellen, den die NADA jedes Jahr in Bonn anbietet.