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Ergebnis­management

Ergebnismanagement bezeichnet gemäß Art. 7.1.1 des NADA-Codes den Vorgang ab Kenntnis von einem Von der Norm abweichenden oder Atypischen Analyseergebnis oder von einem möglichen anderen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen oder von einem möglichen Meldepflichtversäumnis oder einer Versäumten Kontrolle bis zur Durchführung eines Disziplinarverfahrens.

Positives Analyseergebnis

Bei Dopingkontrollen der NADA wird nach Erhalt eines positiven Analyseergebnisses und Decodierung der Probe zunächst von der NADA überprüft, ob eine Medizinische Ausnahmegenehmigung und ob eine offensichtliche Abweichung vom Standard für Dopingkontrollen oder vom Internationalen Standard für Laboratorien vorliegt. Ist dies nicht der Fall, informiert die NADA den betroffenen Athleten und den zuständigen Verband. Der Athlet wird dabei über seine Rechte aufgeklärt und aufgefordert, zu den Vorwürfen schriftlich Stellung zu nehmen. Nach Prüfung der Stellungnahme entscheidet die für das Disziplinarverfahren zuständige Organisation (die NADA oder der nationale Fachsportverband), ob ein Disziplinarverfahren eingeleitet oder das Verfahren eingestellt wird. Informationen zum Disziplinarverfahren finden Sie hier.

Infoblatt zur Testpoolmeldung

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Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse

Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse (sog. "Strikes") können für versäumte Kontrollen innerhalb des von einem Athleten individuell angegebenen 60-minütigen Testzeitfensters (betrifft nur den RTP) sowie für Meldepflichtversäumnisse (RTP und NTP), also der unvollständigen oder falschen Angabe der Aufenthaltsorte, festgestellt werden. Mögliche Versäumnisse werden von der NADA in einem Gremium von drei Personen geprüft; sie erteilt auch die "Strikes". Eine unabhängiges Organ kann auf Wunsch des betroffenen Athleten anschließend das Verfahren in einer administrativen Überprüfung formal auf seine Richtigkeit überprüfen (nicht inhaltlich). Seit dem 1. Mai 2017 wird die Administrative Überprüfung von der „SportsLawyer - Kanzlei für Sportrecht“ durchgeführt.

Werden gegenüber einem Athleten oder einer Athletin innerhalb von 12 Monaten drei "Strikes" festgestellt, wird durch die NADA oder den jeweiligen Sportfachverband ein Verfahren wegen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Bestimmungen eingeleitet, das in der Regel zu einer Sperre von zwei Jahren mit der Möglichkeit der Herabsetzung der Sperre je nach Grad des Verschuldens des Athleten führen kann. Die Sperre beträgt jedoch mindestens ein Jahr. Liegen "Strikes" von verschiedenen Organisationen (WADA, NADA sowie dem zuständigen internationalen Verband) vor, werden diese addiert. In einem Disziplinarverfahren hat der Athlet noch einmal die Möglichkeit, zu allen Strikes weitere Entschuldigungsgründe vorzubringen.

Andere Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen

Auch bei anderen Verstößen gegen Anti-Doping-Bestimmungen werden zunächst Athlet und Verband informiert. Nach Überprüfung der Stellungnahme entscheidet die für das Ergebnismanagement zuständige Organisation (NADA oder Sportfachverband), ob ein Disziplinarverfahren eingeleitet wird. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Factsheet "Ablauf Meldepflicht- und Kontrollversäumnis"

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