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Verbotene Substanzen und Methoden

Zehn verschiedene Substanzklassen (S0 bis S9), drei Arten von verbotenen Methoden (M1 bis M3) sowie eine Substanzklasse (P1) die nur in bestimmten Sportarten verboten ist, stehen auf der weltweit gültigen Verbotsliste der Welt Anti-Doping Agentur (WADA). 

  • S0-S5: zu jeder Zeit verboten
  • S6-S9: im Wettkampf verboten
  • M1-M3: zu jeder Zeit verboten
  • Betablocker: nur in bestimmten Sportarten verboten

Welche Substanzen und Methoden auf die Verbotsliste aufgenommen werden, entscheidet ein Gremium der WADA, besetzt mit internationalen Experten: die sogenannte List Expert Group. Dabei werden Substanzen und Methoden nach drei Kriterien beurteilt: ob sie leistungssteigernd wirken, ob sie die Gesundheit schädigen und ob sie dem Geist des Sports widersprechen. 

Die Verbotsliste wird einmal jährlich überarbeitet. In Ausnahmefällen, wenn aktuelle und dringende Hinweise eines Missbrauchs vorliegen, kann sie auch vor Ablauf eines Jahres geändert werden. Sie enthält alle Wirkstoffe und Methoden, die verboten sind. Dabei ist die Verbotsliste aufgeteilt in Substanzen und Methoden, die jederzeit verboten sind, Substanzen, die nur im Wettkampf verboten sind und Substanzen, die nur in einigen Sportarten verboten sind.

Downloads

WADA-Verbotsliste / Prohibited List 2018

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Informatorische Übersetzung WADA-Verbotsliste 2018

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Substanzen und Methoden, die zu allen Zeiten verboten sind (in und außerhalb von Wettkämpfen)

Dies sind Substanzen, die zurzeit nicht durch eine staatliche Gesundheitsbehörde für die therapeutische Anwendung beim Menschen zugelassen sind.

Die „klassischen“ Anabolika sind sogenannte Steroidhormone (kurz: Steroide), die strukturell vom Sexualhormon Testosteron abgeleitet sind. Beispiele für diese Gruppe sind, neben den Steroiden Testosteron, Nandrolon und Stanozolol, auch Clenbuterol, das eine anabole Wirkung aufweist.

Eines der bekanntesten Mittel aus dieser Gruppe ist Epo (Erythropoetin), ein körpereigenes Hormon, das in der Niere gebildet wird und die Aufgabe hat, die Produktion roter Blutkörperchen zu stimulieren. Weitere Beispiele für Substanzen aus Gruppe S2. sind CERA, hGH, LH, Xenon.

Beta-2-Agonsiten sind in Arzneimitteln zur Behandlung von Asthma enthalten. Beispiele sind Fenoterol, Reproterol, Vilanterol

Zu dieser Gruppe gehören Insulin, Aromatase-Hemmer, selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren und andere anti-estrogene Substanzen.

Diuretika sind Substanzen, die auf die Niere einwirken und zu einer vermehrten Harnausscheidung führen. Beispiele sind Furosemid, Hydrochlorothiazid und Probenecid.

Als Manipulation von Blut und Blutbestandteilen sind u.a. Bluttransfusion, Blutplasmaspende und Dialyse verboten.

Darunter fallen z.B. die chemische Manipulation von Proben, der Urinaustausch oder intravenöse Infusionen.

Zu Gendoping gehören die Übertragung von Erbinformation und Anwendung von normalen und genetisch veränderten Zellen.

Im Wettkampf verbotene Wirkstoffe und Methoden

Stimulanzien sind Aufputschmittel, die sowohl die körperliche als auch psychische Leistungsfähigkeit kurzfristig verbessern können. Beispiele sind Amphetamine, Ephedrin, Kokain, Methylphenidat.

Narkotika haben stark schmerzlindernde Wirkungen. Hierzu gehören u.a. Fentanyl, Morphin, Oxycodon.

Cannabinoide sind Substanzen, die aus Hanf extrahiert oder künstlich hergestellt werden und den Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) beinhalten. Beispiele sind Haschisch, Marihuana.

Glucocorticoide werden in Medikamenten gegen Asthma, Allergien und Entzündungen eingesetzt. Zu den Glucocorticoiden gehören z.B. Dexamethason, Hydrocortison und Prednisolon.

Bei bestimmten Sportarten verbotene Wirkstoffe

Beta-Blocker sind in Medikamenten gegen Bluthochdruck, Migräne und Herzkrankheiten enthalten und nur in bestimmten Sportarten verboten.