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Medizinische Ausnahme­genehmigung

Bei bestimmten Krankheitsbildern können Athletinnen und Athleten für den Einsatz verbotener Substanzen und Methoden nach dem Welt Anti-Doping Code (WADC) eine Medizinische Ausnahmegenehmigung beantragen. Das Verfahren ist für alle Athletinnen und Athleten weltweit im Internationalen Standard für Medizinische Ausnahmegenehmigungen (International Standard for Therapeutic Use Exemptions - ISTUE) geregelt. 

National oder international?

In der Regel bearbeitet die NADA Anträge auf Medizinische Ausnahmegenehmigung von Athletinnen und Athleten, die auf nationaler Ebene starten bzw. Mitglied des nationalen Testpools (ATP, NTP, TTP) sind. Für Athletinnen und Athleten, die auf internationaler Ebene starten oder die einem internationalen Testpool angehören, ist der internationale Sportfachverband zuständig. 

Hinweise zum Umgang mit erlaubten Substanzen

Sollten Sie Substanzen anwenden oder Medikamente einnehmen, die nicht auf der aktuellen Verbotsliste der WADA aufgeführt sind, gilt: Geben Sie bitte Ihre Substanzen und Medikamente bei einer Dopingkontrolle auf dem Dopingkontrollformular an. Darüber hinaus müssen Sie die NADA nicht über die Anwendung erlaubter Substanzen und Medikamente informieren. Ein Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung wird nie für erlaubte Substanzen und Medikamente gestellt, sondern nur für verbotene. 

Wichtige Dokumente

Standard für Medizinische Ausnahmegenehmigungen

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TUE-Checkliste 2018

NEU
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Formular "Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung 2018"

NEU
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Ablauf der TUE-Genehmigung

Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung - TUE-Formular - ärztliches Gutachten - Diagnostik Überprüfung durch Ressort Medizin TUE-Komitee (TUEC) 21 Tage Ablehnung Genehmigung ggf. weitere medizinische Unterlagen

Hinweise zur Genehmigung von verbotenen Substanzen, Asthmasprays und Glukokortikoiden

Bei bestimmten schwerwiegenden chronischen Krankheiten wie z.B. Diabetes oder Morbus Crohn kann auch für normalerweise verbotene Wirkstoffe eine Medizinische Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Hier muss der vollständige Antrag nach den Vorgaben der Welt Anti-Doping Agentur WADA mindestens 30 Tage vor der Anwendung eingereicht werden (TUE Antragsformular im Original + Arztbrief als verschlossene Arztsache an die NADA), bei Substanzen, die auch im Training verboten sind, vor deren Anwendung.

Sportler, die keinem Testpool angehören, weisen bei einem Start in Deutschland, eine Behandlung mit verbotenen Substanzen jeweils durch eine ärztliche Bescheinigung des behandelnden Arztes nach. Eine Kopie der Bescheinigung muss bei einer Doping-Kontrolle vorgelegt werden und wird von dem Kontrolleur dem Originalprotokoll beigefügt.

Im Falle einer positiven Probe auf eine so genannte nicht-spezifische Substanz muss zudem umgehend rückwirkend eine Medizinische Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Die NADA behält sich vor, Atteste jederzeit zu überprüfen.

Die inhalative Anwendung der Substanzen Salbutamol, Salmeterol und Formoterol ist nicht mehr verboten. Ihr Einsatz muss aber auf dem Doping-Kontrollformular erwähnt werden. Allerdings dürfen maximal 1600 µg Salbutamol pro 24 Stunden (je nach Präparat bis zu 8 Hübe bzw. bis zu 16 Hübe am Tag) und nicht mehr als 800 µg Salbutamol innerhalb jeglichen 12-Stunden-Zeitraumes inhaliert werden. Salmeterol darf bis zu einer maximalen Dosis von 200 µg über 24 Stunden inhaliert werden.

Formoterol darf bis zu einer maximalen Dosis von 54 µg pro 24 Stunden inhaliert werden. Alle anderen Beta-2-Agonisten sind zunächst jederzeit verboten. Hierzu gehören z.B. die Substanzen Terbutalin, Fenoterol, Reproterol und Vilanterol. Für Informationen zum Genehmigungsverfahren siehe "Genehmigung verbotener Substanzen".

Die systemische Gabe von Glukokortikoiden, d.h. oral, intravenös, intramuskulär oder rektal, ist gemäß der WADA Verbotsliste im Wettkampf verboten bzw. darf bei einer Wettkampfkontrolle nicht nachgewiesen werden.

Außerhalb von Wettkämpfen ist die systemische Anwendung von Glukokortikoiden gemäß der WADA-Liste möglich. Allerdings können manche Glukokortikoide unter Umständen lange nachgewiesen werden. Im Zweifel sollte der Athlet sich mit dem behandelnden Arzt beraten und ggf. nicht an einem Wettkampf teilnehmen.

Wichtige Dokumente

Diagnosekriterien Asthma bronchiale

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Antragskriterien Insulin

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Antragskriterien Methylphenidat

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Antragskriterien Wachstumshormon

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