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Aktuelles zu COVID-19

Auf dieser Seite finden sich alle wichtigen Informationen und Entwicklungen zur Anti-Doping-Arbeit in Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie.

Nachfolgend können Sie Hinweise zu Dopingkontrollen in Zeiten der Pandemie, von der NADA getroffene Hygienemaßnahmen bis hin zu aktuellen Nachrichten und Statements der NADA nachlesen. Kontaktdaten können Sie themenspezifisch den entsprechenden Bereichen entnehmen.

Abbildung: Hygienemaßnahmen bei der Dopingkontrolle

Dopingkontrollen

Die NADA nimmt die Infektionsverhütung sehr ernst und hat für die Durchführung von Dopingkontrollen Hygienestandards eingeführt, die die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Welt Anti-Doping Agentur berücksichtigen. Hierzu zählen u.a. das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, intensive Handhygiene oder auch die Oberflächendesinfektion. Einen Überblick der Maßnahmen können Sie der Abbildung entnehmen. Alle getroffenen Maßnahmen dienen dem Schutz der am Kontrollprozess Beteiligten, insbesondere den Athletinnen und Athleten sowie dem Kontrollpersonal.

In der Zeit von Mitte März bis Mitte Mai 2020 musste die Durchführung von Dopingkontrollen in Anbetracht der Situation durch die SARS-CoV-2-Pandemie (COVID-19) deutlich reduziert bzw. ausgesetzt werden. Um die sauberen Sportlerinnen und Sportler während der Corona-Krise zu unterstützen und sie vor dem Generalverdacht des uneingeschränkten Dopings zu schützen, hat die NADA das Projekt zur Dried-Blood-Spot-Methode initiiert. Die Durchführung der Tests mit der DBS-Methode fand in der Zeit von Ende März bis Anfang August statt. Alle weiteren Informationen finden Sie hier: https://www.nada.de/doping-kontroll-system/entwicklung/

Die NADA hat die Umsetzung des Schutz- und Hygienekonzepts der Medikationskontrollen bei Pferden extern durch den TÜV Hessen prüfen lassen. Für diesen Bereich ist sie mit dem Qualitätssiegel "Sicher gegen Corona" zertifiziert worden. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.nada.de/doping-kontroll-system/medikationskontrollen-bei-pferden/ 

Bei Fragen oder Problemen können sich Athletinnen und Athleten jederzeit direkt an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ressorts Doping-Kontroll-System wenden: dks[at]nada.de

Medizin

Zur Zeit befinden sich eine Vielzahl verschiedener, bereits existierender und zugelassener Medikamente in der Erprobung zur Behandlung von Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2. Hierzu zählen beispielsweise antivirale Medikamente, Immunmodulatoren und Medikamente für Lungenkranke. Darüber hinaus findet Forschung an gänzlich neuen Wirkstoffen statt, die derzeit nicht als Arzneimittel zugelassen sind.

Aufgrund der Vielzahl momentan in Frage kommender und pharmakologisch-chemisch sehr unterschiedlicher Wirkstoffe lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt keine Aussage treffen, inwieweit potenzielle zukünftige Medikamente zur Behandlung von COVID-19 Bestandteil der aktuellen oder zukünftiger WADA-Verbotslisten sind oder sein werden. Eine verbindliche Bewertung kann nur erfolgen, wenn der konkrete Wirkstoff, der eingesetzt werden soll, bekannt ist.

Die Inhalation von bzw. die Beatmung mit Sauerstoff ist mit dem Dopingreglement der WADA (The World Anti-Doping Code. The 2020 Prohibited List. International Standard. 1.1.2020 / The 2021 Prohibited List. International Standard. 1.1.2021) vereinbar und kann eingesetzt werden.

Der antivirale Wirkstoff Remdesivir ist mit dem Dopingreglement der WADA (The World Anti-Doping Code. The 2020 Prohibited List. International Standard. 1.1.2020 / The 2021 Prohibited List. International Standard. 1.1.2021) vereinbar und kann eingesetzt werden.

Im Wettkampf verboten ist die orale, intravenöse, intramuskuläre und rektale Anwendung von Glucocorticoiden (The World Anti-Doping Code. The 2020 Prohibited List. International Standard. 1.1.2020 / The 2021 Prohibited List. International Standard. 1.1.2021); dies wird als systemische Verabreichung bezeichnet. D.h. der eingesetzte Wirkstoff darf bei einer Wettkampf-Dopingkontrolle nicht nachgewiesen werden. Die systemische Anwendung von Glucocorticoiden außerhalb von Wettkämpfen ist nicht verboten.

Informationen zur Beantragung einer Medizinischen Ausnahmegenehmigung (TUE) für die Anwendung verbotener Substanzen finden Sie unter: https://www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/medizinische-ausnahmegenehmigungen-tue/

* Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/Stakob/Stellungnahmen/Stellungnahme-Covid-19_Therapie_Diagnose.pdf?__blob=publicationFile

Intravenöse Infusionen und/oder Injektionen von mehr als insgesamt 100 ml innerhalb eines Zeitraums von 12 Stunden stellen, auch wenn die verabreichte/n Substanz/en erlaubt ist/sind, eine nach dem Dopingreglement der WADA (The World Anti-Doping Code. The 2020 Prohibited List. International Standard. 1.1.2020 / The 2021 Prohibited List. International Standard. 1.1.2021) verbotene Methode dar und dürfen nur nach erteilter Medizinischer Ausnahmegenehmigung (TUE) durchgeführt werden, sofern sie nicht rechtmäßig im Zuge von Krankenhausbehandlungen, chirurgischen Eingriffen oder klinischen diagnostischen Untersuchungen verabreicht werden.

Informationen zur Beantragung einer Medizinischen Ausnahmegenehmigung (TUE) für die Anwendung verbotener Substanzen finden Sie unter: www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/medizinische-ausnahmegenehmigungen-tue/

Nach dem Aufruf einiger Kliniken und Blutspendezentren, sich nach einer genesenen Virusinfektion mit SARS-CoV-2 als Spenderin oder Spender zu regsitrieren, weisen wir auf die Beachtung der Anti-Doping-Regularien zu Blut- und Blutplasmaspenden hin. Alle Informationen finden sich auf unter: www.nada.de/medizin/aktuelle-medizinische-hinweise 

Die Dopingrelevanz von Medikamenten oder Wirkstoffen können, wie gewohnt, über unsere Medikamentendatenbank NADAmed abgefragt werden. Bei weiteren Anfragen zu Medikamenten steht das Ressort Medizin telefonisch unter der Nummer 0228/ 812 92 132 zu den Sprechzeiten und per E-Mail (medizin[at]nada.de) zur Verfügung.

Prävention

Anfragen für Veranstaltungen (Workshops sowie den Infostand) können weiterhin jederzeit an praevention[at]nada.de gerichtet werden. Gemeinsam mit den Veranstaltern werden die Möglichkeiten der Umsetzung unter Beachtung der allgemeinen Hygienevorkehrungen geprüft. Den aktuellen behördlichen Auflagen entsprechend kann es jedoch auch kurzfristig zum Ausfall einer geplanten Veranstaltung kommen.

Weiterhin stehen verschiedene Online-Angebote zu Präventionsinhalten zur Verfügung. Neben dem "GEMEINSAM GEGEN DOPING"-e-Learning besteht auch die Möglichkeit zu Online-Seminaren. Diese stellen jedoch keinen vollständigen Ersatz für eine Präsenzveranstaltung dar. Interessenten können sich an praevention[at]nada.de wenden.

Presse

Anfragen können Sie jederzeit senden an kommunikation[at]nada.de.

Pilotprojekt der NADA 2020: "Dried Blood Spot"-Test