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Disziplinar­verfahren

Kommt die zuständige Anti-Doping-Organisation (NADA oder Sportfachverband) nach Durchführung des Ergebnismanagementverfahrens zu dem Ergebnis, dass ein Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen nicht auszuschließen ist, wird ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

Ist die Zuständigkeit für das Ergebnismanagement auf die NADA übertragen worden, ist die NADA für die Einleitung und Durchführung des Disziplinarverfahrens zuständig (NADC Art. 12.1.1). Zuständiges "Disziplinarorgan" für die Durchführung des Verfahrens ist das in der Schiedsvereinbarung zwischen Athlet und Verband festgelegte Schiedsgericht bzw. Verbandsorgan. Das kann das Deutsche Sportschiedsgericht, ein anderes Schiedsgericht oder ein Verbandsgericht sein. Das Disziplinarorgan informiert die beschuldigte Athletin oder den beschuldigten Athleten über die Verfahrenseinleitung. Die Athletin oder der Athlet kann sich durch eine Vertreterin oder einen Vertreter, insbesondere eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt, verteidigen lassen sowie Beweismittel zu seiner Entlastung anführen. Das Disziplinarverfahren wird entweder als schriftliches Verfahren durchgeführt oder es findet zusätzlich zu den Schriftsätzen eine mündliche Verhandlung statt.

Den Ablauf eines Disziplinarverfahrens finden Sie hier.