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Wichtige Änderungen der Verbotsliste 2022

Änderungen bezüglich Glucocorticoide / Kortison

Bis zum 31.12.2021 waren Glucocorticoide innerhalb des Wettkampfs verboten, wenn sie oral, rektal, intravenös oder intramuskulär angewendet werden.

Mit Inkrafttreten der WADA-Verbotsliste 2022 (ab dem 01.01.2022) gilt:
Alle Glucocorticoide sind innerhalb des Wettkampfs verboten, wenn sie über folgende Verabreichungswege angewendet werden:

  • oral (über den Mund). Dazu zählen u.a. auch die oromukosale (über die Mundschleimhaut), bukkale (in der Wangentasche), gingivale (auf dem Zahnfleisch) und sublinguale (unter der Zunge) Verabreichung.
  • rektal (über den Mastdarm),
  • jegliche injizierbare Wege. Dazu zählen u.a. intravenöse (in eine Vene), intramuskuläre (in einen Muskel), intraartikuläre (in ein Gelenk), periartikuläre (um ein Gelenk herum), peritendinöse (um eine Sehne herum), epidurale (an den Wirbelkanal), oder subkutane (unter die Haut) Injektionen.

Außerhalb des Wettkampfs sind die oben genannten Anwendungsarten von Glucocorticoiden erlaubt. Bitte beachten Sie die entsprechenden Auswaschzeiten (siehe Tabelle unten), die nach Anwendung eines Glucocorticoids bis zum nächsten Wettkampf mindestens eingehalten werden sollten.

Alle Anwendungsarten, die nicht zu den oben genannten zählen, sind jederzeit, also innerhalb und außerhalb des Wettkampfs, erlaubt. Hierzu zählen u.a. die dermale (auf der Haut), inhalative (per Inhalation), nasale (in der Nase) oder ophthalmische (am Auge) Anwendung.

Auswaschzeiten für Glucocorticoide (Quelle: WADA)

Zur Einschätzung des benötigten Abstands zwischen einer Glucocorticoid-Anwendung und dem nächsten Wettkampf hat die WADA sog. Auswaschzeiten veröffentlicht.

Weitere Informationen von der WADA finden Sie im Dokument "Glucocorticoids and Therapeutic Use Exemptions"

Wichtige Fragen und Antworten zu Glucocorticoiden / Kortison im Sport

Glucocorticoide, auch Kortison, Corticosteroide oder Glucocorticosteroide genannt, sind Wirkstoffe, die vom körpereigenen Hormon Cortisol abgeleitet sind und dessen Wirkung nachahmen. In der Medizin werden vor allem ihre entzündungshemmende Wirkung und die unterdrückende Wirkung auf das Immunsystem genutzt, um eine Vielzahl von Krankheiten zu behandeln. In Deutschland sind die meisten Glucocorticoid-Präparate verschreibungspflichtig. Einige Anwendungsarten (z.B. als Tablette oder als Spritze) sind zudem auf der Verbotsliste der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) aufgeführt und können einen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen mit schwerwiegenden Konsequenzen darstellen, wenn nicht einige Regeln beachtet werden.

Eine hohe Konzentration von Glucocorticoiden im Körper kann nicht nur schwerwiegende Nebenwirkungen mit sich bringen, sondern auch zu einer unzulässigen Leistungssteigerung führen. Aus diesem Grund verbieten die Anti-Doping-Bestimmungen der WADA innerhalb von Wettkämpfen bestimmte Verabreichungswege, die zu hohen Glucocorticoid-Konzentrationen im Körper führen können. 

Zu den am häufigsten eingesetzten Glucocorticoiden zählen z.B.: Beclometason, Betamethason, Budesonid, Ciclesonid, Dexamethason, Fluticason, Hydrocortison, Methylprednisolon, Mometason, Prednisolon, Prednison oder Triamcinolonacetonid. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere Glucocorticoide als Arzneimittel eingesetzt. Sollten Sie unsicher sein, ob ein Medikament ein Glucocorticoid enthält, erkundigen Sie sich bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt oder Apothekerin und Apotheker.

Außerhalb von Wettkämpfen ist eine Anwendung von Glucocorticoiden, unabhängig vom Verabreichungsweg, erlaubt. Allerdings lassen sich einige Glucocorticoide je nach Verabreichungsweg über einen längeren Zeitraum nach der Anwendung im Urin nachweisen. Der Nachweis von Glucocorticoiden bei einer Wettkampfdopingkontrolle kann einen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen darstellen!

Deshalb sollte eine im Wettkampf verbotene Anwendung von Glucocorticoiden in der wettkampffreien Zeit mit ausreichendem Abstand zum nächsten Wettkampf durchgeführt werden.

Zur Einschätzung des benötigten Abstands zum nächsten Wettkampf wurden von der WADA sog. Auswaschzeiten veröffentlicht, die nach der letzten Anwendung von Glucocorticoiden bis zum nächsten Wettkampf eingehalten werden sollten. Bei Einhaltung dieser Auswaschzeiten ist die Wahrscheinlichkeit einer positiven Wettkampfdopingprobe sehr gering. Die Auswaschzeiten richten sich nach dem eingesetzten Wirkstoff und der Anwendungsart (siehe Tabelle "Auswaschzeiten für Glucocorticoide (Quelle: WADA)").

Für die rektale und intravenöse Anwendung wurden von der WADA keine Auswaschzeiten vorgegeben. Zur Sicherheit sollten Athletinnen und Athleten aber auch hier zwischen der letzten Anwendung und dem nächsten Wettkampf einen ausreichenden zeitlichen Abstand von mehreren Tagen einhalten. 

Muss ein Glucocorticoid außerhalb der entsprechenden Auswaschzeit angewendet werden, ist die Wahrscheinlichkeit eines positiven Nachweises bei einer Dopingkontrolle im Wettkampf sehr gering. Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen jedoch immer für eventuelle Rückfragen, den Namen des Medikamentes, die Dosierung, die Anwendungsart, den Anwendungszeitpunkt oder -zeitraum sowie einen Kontakt zu der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt bereit zu halten.

Muss ein Glucocorticoid innerhalb der entsprechenden Auswaschzeit angewendet werden, ist ein positiver Nachweis bei einer Dopingkontrolle im Wettkampf durchaus möglich.

Für Athletinnen und Athleten, die einem Testpool der NADA zugehörig sind, sowie für Athletinnen und Athleten bestimmter hoher Ligen der Sportarten Eishockey, Fußball und Handball, gilt folgendes:
Muss ein Glucocorticoid innerhalb der entsprechenden Auswaschzeit angewendet werden, sollten Sie sich über die Behandlung von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt einen ausführlichen Bericht erstellen lassen, der zusätzlich Angaben dazu enthält, weshalb erlaubte Alternativen nicht angewendet werden konnten. Heben Sie diesen Bericht bitte zusammen mit evtl. weiteren vorliegenden medizinischen Dokumenten (z.B. Röntgenbefunde, Labordiagnostik o.ä.) bei sich auf.

Sollten Sie innerhalb eines Wettkampfes einer Dopingkontrolle unterzogen werden, sollten Sie die Behandlung auf dem Dopingkontrollformular angeben. Werden in Ihrer Dopingprobe Glucocorticoide nachgewiesen, müssen Sie nach entsprechender Aufforderung durch die NADA eine rückwirkende Medizinische Ausnahmegenehmigung beantragen. Hierfür müssen Sie der NADA unter anderem den oben angesprochenen ärztlichen Bericht übermitteln.

In den Sportarten Eishockey, Fußball und Handball sind in bestimmten hohen Ligen gesonderte TUE-Pflichten zu beachten (siehe Infoblatt auf der Homepage der NADA unter https://www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/medizinische-ausnahmegenehmigungen-tue).

Für Athletinnen und Athleten, die keinem Testpool der NADA zugehörig sind, gilt:
Muss ein Glucocorticoid innerhalb der entsprechenden Auswaschzeit angewendet werden, sollten Sie sich über die Behandlung von der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt ein fachärztliches Attest erstellen lassen, das den Namen des Medikamentes, die Dosierung, Verabreichungsart und -häufigkeit, Therapiebeginn und -ende enthält. Einen Vordruck für ein solches Attest finden Sie hier: https://www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/medizinische-ausnahmegenehmigungen-tue

Das fachärztliche Attest führen Sie bitte in Kopie beim Wettkampf mit. Im Falle einer Dopingkontrolle sollten Sie die Behandlung auf dem Dopingkontrollformular angeben und das Attest vorlegen.

Diese Regelung gilt nur für nationale Wettkämpfe in Deutschland. Für die Teilnahme an internationalen Meisterschaften oder Wettkämpfen im Ausland sollten Sie sich im Vorfeld bei Ihrem internationalen Fachverband erkundigen, ob dort andere Regelungen gelten.

Für Athletinnen und Athleten, die einem Testpool der NADA zugehörig sind, sowie für Athletinnen und Athleten bestimmter hoher Ligen der Sportarten Eishockey, Fußball und Handball, gilt:
Wenn Sie während einer längerfristigen Therapie Glucocorticoide über einen im Wettkampf verbotenen Verabreichungsweg anwenden und in dieser Zeit an einem oder mehreren Wettkämpfen teilnehmen wollen, müssen Sie eine Medizinische Ausnahmegenehmigung bei der NADA beantragen.

Der vollständige Antrag auf Medizinische Ausnahmegenehmigung sollte mindestens 30 Tage vor dem nächsten Wettkampf bei der NADA eingereicht werden. Sollte die Beantragung weniger als 30 Tage vor dem nächsten Wettkampf erfolgen, kann es sein, dass der Antrag nicht bis zum Wettkampf beschieden wird. Sollten Sie trotz ausstehender Genehmigung an Wettkämpfen teilnehmen, erfolgt dies auf Ihre eigene Verantwortung und mit dem Restrisiko, gegen Anti-Doping-Bestimmungen zu verstoßen, sollte Ihr Antrag abgelehnt werden. 

Mit Hilfe der „TUE Physician Guidelines“ der WADA (https://www.wada-ama.org) können Sie bei verschiedenen Krankheitsbildern im Vorhinein überprüfen, ob die Behandlung die Bedingungen für eine Medizinische Ausnahmegenehmigung erfüllt.

Als Hilfestellung zu den Anforderungen zur Beantragung von TUEs bei verschiedenen Krankheitsbildern können Sie außerdem die TUE-Checklisten der WADA heranziehen. Diese sind unter https://www.wada-ama.org auch in deutscher Sprache zu finden.

In den Sportarten Eishockey, Fußball und Handball sind in bestimmten hohen Ligen gesonderte TUE-Pflichten zu beachten (siehe Infoblatt auf der Homepage der NADA unter https://www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/medizinische-ausnahmegenehmigungen-tue).

Für Athletinnen und Athleten, die keinem Testpool der NADA zugehörig sind, gilt:
Wenn Sie während einer längerfristigen Therapie Glucocorticoide über einen im Wettkampf verbotenen Verabreichungsweg anwenden und während der Therapie an einem oder mehreren Wettkämpfen teilnehmen wollen, sollten Sie ein fachärztliches Attest in Kopie beim Wettkampf mitführen. Das Attest darf nicht älter sein als 12 Monate und sollte den Namen des Medikamentes, die Dosierung, die Verabreichungsart und -häufigkeit, sowie Therapiebeginn und -ende enthalten. Einen Vordruck für ein solches Attest finden Sie unter www.nada.de > Service & Infos > Downloads > „Attestvorlage“. Im Falle einer Dopingkontrolle sollten Sie die Behandlung auf dem Dopingkontrollformular angeben und das Attest vorlegen.     
Diese Regelung gilt nur für nationale Wettkämpfe in Deutschland. Für die Teilnahme an internationalen Meisterschaften oder Wettkämpfen im Ausland sollten Sie sich im Vorfeld bei Ihrem internationalen Fachverband erkundigen, ob dort andere Regelungen gelten.

Sollten Sie am Wettkampftag aufgrund einer notfallmäßigen Behandlung (z.B. bei einer allergischen Reaktion) ein Glucocorticoid über eine verbotene Anwendungsart erhalten, müssen Sie dies spätestens vor Teilnahme am Wettkampf der*dem zuständigen Anti-Doping-Beauftragten mitteilen. Ist diese*r nicht an der Wettkampfstätte erreichbar, muss die Notfallbehandlung gegenüber dem Wettkampfgericht angezeigt werden. Erfolgt die Behandlung während des Wettkampfs, muss dies unmittelbar nach Beendigung des Wettkampfs gemeldet werden. 

Zusätzlich gilt für Athletinnen und Athleten, die einem Testpool der NADA zugehörig sind, sowie für Athletinnen und Athleten bestimmter hoher Ligen der Sportarten Eishockey, Fußball und Handball, folgendes:
Zusätzlich müssen Sie nach einer Notfallbehandlung mit einem Glucocorticoid am Wettkampftag grundsätzlich innerhalb von 7 Tagen nach der Anwendung eine rückwirkende Medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE) bei der NADA beantragen. Dies ist unabhängig davon, ob bei Ihnen eine Dopingkontrolle durchgeführt wurde oder nicht.

In den Sportarten Eishockey, Fußball und Handball sind in bestimmten hohen Ligen gesonderte TUE-Pflichten zu beachten (siehe Infoblatt auf der Homepage der NADA unter https://www.nada.de/medizin/im-krankheitsfall/medizinische-ausnahmegenehmigungen-tue).

Zusätzlich gilt für Athletinnen und Athleten, die keinem Testpool der NADA zugehörig sind, folgendes:
Sollten Sie nach einer Notfallbehandlung mit einem Glucocorticoid am Wettkampftag einer Dopingkontrolle unterzogen werden, sollten Sie die Behandlung auf dem Dopingkontrollformular angeben und ein fachärztliches Attest über die Behandlung bei der Dopingkontrolle vorlegen.

Diese Regelung gilt nur für nationale Wettkämpfe in Deutschland. Für die Teilnahme an internationalen Meisterschaften oder Wettkämpfen im Ausland sollten Sie sich im bei Ihrem internationalen Fachverband erkundigen, ob dort andere Regelungen gelten.

Wenn Sie eine TUE bei der NADA beantragen möchten, müssen Sie das TUE-Antragsformular, gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt ausfüllen und der NADA per Post im Original zukommen lassen. Zusätzlich muss zur Beurteilung eines TUE-Antrags ein aktueller fachärztlicher Bericht eingereicht werden, der die Vor- und Krankengeschichte ausführlich und nachvollziehbar beschreibt und sorgfältig begründet, warum erlaubte Alternativen nicht eingesetzt werden können. Weitere diagnostische Befunde, z.B. zur Erstdiagnose, Laborergebnisse, Tests und Berichte vervollständigen den Antrag. 

Als Hilfestellung zu den Anforderungen zur Beantragung von TUEs bei verschiedenen Krankheitsbildern können Sie außerdem die TUE-Checklisten der WADA heranziehen. Diese sind unter https://www.wada-ama.org auch in deutscher Sprache zu finden.

Weitere Änderungen

Im Folgenden werden weitere Änderungen in den einzelnen Klassen verbotener Substanzen vorgestellt. Klassen der Verbotsliste, die im Jahr 2022 keine Änderungen gegenüber 2021 beinhalten, sind im Folgenden nicht erwähnt.

Das Peptid BPC-157, eine Substanz aus der pharmakologischen Forschung, die nicht für eine therapeutische Anwendung am Menschen zugelassen ist, ist namentlich als Beispiel aufgenommen.

Die Substanz Tibolon ist von der Unter-Klasse „S1.2 Andere anabole Substanzen“ in die Unter-Klasse „S1.1 Anabol-androgene Steroide (AAS)“ überführt worden. Tibolon ist ein synthetisches Steroid mit estrogener, gestagener und androgener Partialwirkung. Es wird im Körper unter anderem zu Delta-4-Tibolon, einem potenten Androgen, metabolisiert und wirkt am Androgen-Rezeptor.

Die Substanz Osilodrostat, ein Hemmstoff des Enzyms CYP11B1, ist zu dieser Klasse hinzugefügt worden, da sie die Konzentration an zirkulierendem Testosteron erhöht.

Die bisherige Unter-Klasse „S2.2.3 Wachstumshormon (GH), seine Fragmente und Releasingfaktoren“ ist in zwei Unter-Klassen „S2.2.3 Wachstumshormon (GH), seine Analoga und Fragmente“und „S2.2.4 Wachstumshormon-Releasingfaktoren“ aufgeteilt worden.

Lonapegsomatropin, Somapacitan und Somatrogon sind als Beispiele für Wachstumshormon-Analoga aufgenommen worden.

Die inhalative Anwendung des Beta-2-Agonisten Salbutamol ist bereits seit dem Jahr 2011 bis zu einer Dosis von 1600 μg (Mikrogramm) über 24 Stunden gestattet. Angepasst wurde nun das Dosierungsintervall. Während bislang innerhalb von 12 Stunden höchstens 800 μg Salbutamol inhaliert werden durften, gilt ab 01.01.2022, dass innerhalb von 8 Stunden höchstens 600 μg Salbutamol inhaliert werden dürfen.

Neben Salbutamol sind schon seit einigen Jahren weitere Beta-2-Agonisten bei inhalativer Anwendung gestattet:

  • inhaliertes Formoterol: abgegebene Dosis höchstens 54 Mikrogramm über 24 Stunden;
  • inhaliertes Salmeterol: höchstens 200 Mikrogramm über 24 Stunden;
  • inhaliertes Vilanterol: höchstens 25 Mikrogramm über 24 Stunden.

Alle anderen Beta-2-Agonisten und deren optische Isomere sind jederzeit verboten, dies gilt auch für die optischen Isomere von Formoterol und Salbutamol, namentlich die Substanzen Arformoterol und Levosalbutamol.

Alle anderen Verabreichungsarten als die inhalative sind für alle Beta-2-Agonisten jederzeit verboten.

Schon seit einigen Jahren ist verdeutlicht, dass die dermatologische, nasale und ophthalmische Anwendung von Imidazolderivaten vom Verbot ausgenommen ist. Der Begriff „Imidazolderivate“ ist nun durch den Begriff „Imidazolinderivate“ ersetzt worden, um besser zwischen jeglichen chemisch-strukturellen Imidazolderivaten und sympathomimetisch wirkenden Imidazolinen unterscheiden zu können.

In der Fußnote für Cathin (D-Norpseudoephedrin) ist nun verdeutlicht, dass der Grenzwert von 5 μg Cathin pro ml Urin für beide Isomere, das D- und L-Isomer, gilt.

Ethylphenidat, Methylnaphthidat, (±)-Methyl-2-(naphthalen-2-yl)-2-(piperidin-2-yl)acetat und 4-Fluormethylphenidat sind als Beispiele für Methylphenidat-Analoga aufgenommen worden. Im Gegensatz zu Methylphenidat sind sie in Deutschland jedoch nicht als Arzneimittel zugelassen.

Hydrafinil (Fluorenol) ist als Beispiel für ein Analogon von Modafinil und Adrafinil aufgenommen. Es ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen.

Die Unterdisziplinen des Unterwassersports (CMAS), in denen Betablocker bereits seit einigen Jahren innerhalb von Wettkämpfen verboten sind, wurden neu gruppiert. Änderungen am bestehenden Verbot ergeben sich dadurch für das Jahr 2022 nicht.

Die Beobachtung von Bemitil und Glucocorticoiden, um einen möglichen Missbrauch dieser Substanzen im Sport zu erkennen, ist beendet.

Wichtige Dokumente

Wichtigste Änderungen der WADA-Verbotsliste 2022

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FAQ - Änderungen bezüglich Kortison ab 01.01.2022

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Glucocorticoide und Medizinische Ausnahmegenehmigungen

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WADA-Verbotsliste / Prohibited List 2022

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WADA-Verbotsliste 2022 / Informatorische Übersetzung

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